Ankündigung Vortrag im September

Ich freue mich bekanntzugeben, dass ich dieses Jahr beim OMT 2016 in Wiesbaden einen Vortrag halte und allen Adwords-Interessierten Besuchern der Veranstaltung ein spannendes Thema präsentieren kann.

Thema: 20 Adwords Tricks in 45 Minuten

In diesem Vortrag werde ich Euch 20 Tricks vorstellen, die mehr oder weniger unbekannt sind. Ziel ist es, dass jeder Hörer direkt nach dem Vortrag sein Google Adwords-Konto aufrufen und direkt wichtige Punkte umsetzen kann, die zu einer nachhaltigen Performancesteigerung seiner Kampagnen führen. Auf die theoretische Herangehensweise werde ich in dem Vortrag komplett verzichten, stattdessen mit sofort umsetzbaren Ideen auftrumpfen.

Für diese Veranstaltung gehen nur 350 Tickets in den Verkauf. Lasst Euch also nicht zu viel Zeit mit der Entscheidung. Die restlichen Tickets werden laut Auskunft des Veranstalters NUR Sponsoren zur Verfügung gestellt.

Bis zum 31.05.2016 habt Ihr aber noch die Chance auf einen Early Bird Tarif, den Ihr schnellstens wahrnehmen solltet, wenn Ihr Euch auch für die anderen interessanten Themen im Online Marketing interessiert und diese einzigartige Konferenz nicht verpassen wollt.

Hier auf jeden Fall mal die offizielle Eventbeschreibung des Veranstalter:

Der Online Marketing Tag 2016 – Das erwartet Dich:

  • Massive Druckbetankung zum Thema Online Marketing
  • Mehr

    als 25 Referenten aus der deutschen Online Marketing-Branche

  • Mindestens 24 Vorträge über SEO, Content Marketing, Affiliate, Tools usw.
  • Podiumsdiskussion mit absoluten Experten
  • Messe mit unterschiedlichen Ausstellern
  • große Networking Party im Anschluss
  • All-Inclusive Verpflegung

Neben der Tageskonferenz am 02.09.2016 findet Ihr auf der Webseite des OMT aber noch zahlreiche andere Möglichkeiten, um Euch mit dem Thema Online Marketing zu beschäftigen.

Neben Seminaren, Webinaren und einer Online Marketing Jobbörse findet Ihr auch den kostenlosen OMT-Club, in dem Ihr die Aufzeichnungen aller Webinare und Vorträge im Nachgang noch mal anschauen bzw. nachbereiten könnt. Nebenbei findet Ihr dort auch zwei interessante Webinare von mir mit den Titeln „Tipps & Tricks zu SEMrush“ und „Keywordrecherche & passende Zielgruppendefinition mit Hilfe von kostenlosen Tools“.

Adwords Neuigkeiten – März 2016

SEA News im März

AdWords Editor 11.3 mit neuen Funktionen

Die neue Version des AdWords Editors bietet neue Funktionen zum Erstellen und Bearbeiten von TrueView-Standardvideokampagnen. Über TrueView-Videoanzeigen können Sie Nutzer auf YouTube und im Internet interaktiv ansprechen. Weiterhin unterstützt der AdWords Editor 11.3 das Erstellen von HTML5-Anzeigen und das Hinzufügen und Ändern von Erweiterungen mit Zusatzinformationen

Mehr in der AdWords Editor-Hilfe: AdWords Editor 11.3

AdWords Editor 11.3 mit neuen Funktionen

Die neue Version des AdWords Editors bietet neue Funktionen zum Erstellen und Bearbeiten von TrueView-Standardvideokampagnen. Über TrueView-Videoanzeigen können Sie Nutzer auf YouTube und im Internet interaktiv ansprechen. Weiterhin unterstützt der AdWords Editor 11.3 das Erstellen von HTML5-Anzeigen und das Hinzufügen und Ändern von Erweiterungen mit Zusatzinformationen

Mehr in der AdWords Editor-Hilfe: AdWords Editor 11.3

Adwords Neuigkeiten – Februar 2016

News und Ankündigungen im Februar

Zukünftig keine AdWords-Textanzeigen am rechten Bildrand

In Zukunft soll die Anzahl der der Textanzeigen auf der ersten Seite vermutlich auf sieben maximal begrenzt werden. Der fünfte Anzeigenplatz ist dabei ohne scrollen nicht im Sichtbereich.

Durch die verringerte Gesamtanzahl der Anzeigen auf der ersten Suchergebnisseite kann man davon ausgehen, dass der durchnittliche CPC steigt, was sich für Werbetreibende mit kleinerem Buget beim Kampf um die höheren Positionen negativ auswirkt. Der positive Effekt: die Anzeigen-Relevanz zur Suchanfrage sowie die Qualität von Anzeige und Landingpage spielen eine größere Rolle.

Weitere Informationen auf: theSEMpost

Display-Anzeigen nur noch im HTML5-Format

Wie die Google-Entwickler bekannt gaben, können Sie ab Juli 2016 in Flash erstellte Displayanzeigen nicht mehr hochladen. Prinzipiell werden ab Januar 2017 von AdWords keine Displayanzeigen im Flash-Format mehr unterstützt und ausgeliefert.

Display-Anzeigen werden zukünftig nur noch im HTML5 Format ausgeliefert. Verwenden Sie Flash-Anzeigen in Adwordskampagnen? Wie Sie diese einfach in HTML5-Anzeigen umwandeln können, erfahren Sie hier:

AdWords-Hilfe: Flash-Anzeigen in HTML5-Anzeigen umwandeln
Die Originalnachricht auf Google+: HTML5 und Displayanzeigen ab 2017

Start für Accelerated Mobile Pages Project im Februar 2016

AMP ist eine Open-Source-Initiative von Google. Für Publisher bedeutet dies, dass ihnen Programmier-Werkzeuge für schnellere und bessere mobile Inhalte zur Verfügung gestellt werden. Seitenquellcodes können auf nur wichtige Elemente, wie Steuerelemente, Text und Bilder reduziert werden. Durch die Reduzierung der Datenmenge wird ein schnelleres mobiles Surfen möglich.

Da auch Werbung auf diesen Seiten geschaltet wird, bedeutet AMP für Advertiser, dass die schnellen AMP Seiten auf Grund ihrer guten mobilen Nutzererfahrung.einen Push im organischen Ranking bekommen. Die Anzeigen folgen den Kriterien: schnell, schön, sicher.

Alles über die Open-Source-Initiative Accelerated Mobile Pages Project

GTIN zukünftig Pflichtangabe

Diese eindeutigen Produktkennzeichnungen definieren das Produkt, das Sie auf dem globalen Marktplatz anbieten, über das Attribut ‚ID‘ hinaus. Eine eindeutige Produktkennzeichnung über GTINs, optimiert Werbeanzeigen und sorgt dafür, dass sie von Nutzern leichter gefunden werden.

Ab den 08. Februar 2016 zeigt Google Warnungen, wenn ein Datenfeed Produkte enthält, für die keine oder ungültige GTIN-Angaben hinterlegt wurden. Ab 16. Mai 2016 werden GTIN’s (Global Trade Item Number) für alle Markenprodukte zur Pflichtangabe. Danach werden Markenprodukte ohne korrekte GTIN-Angabe nicht mehr bei der Anzeigen-Schaltung auf Google Shopping berücksichtigt.

Weitere Informationen in der Google Merchant Center-Hilfe: Eindeutige Produktkennzeichnungen
Definition laut Wikipedia: Global Trade Item Number (GTIN)

 

Adwords Neuigkeiten – Januar 2016

Was gibt es Neues zum Anfang des Jahres?

Adwords-Snippet Anzeigen Erweiterung in deutsch

Die Ad Extensions, Snippet Erweiterung, gibt es seit Januar 2016 auch in deutscher Sprache. Wie du auf dem folgenden Screenshot siehst, kann der AdWords User eine vordefinierte Überschrift aus einer Liste von Produkt- oder Dienstleistungskategorien auswählen.

Snippet Erweiterungen bieten nun auch dem deutschen Suchmaschinennutzer folgende Vorteile:

  • er erfährt über die Vorschau mehr über Produkte und Dienstleistungen bevor er auf eine Anzeige klickt und
  • durch die Zusatzinformationen verbesssert sich die Relevanz der geschalteten Anzeige und erhöht die Klickrate.

Wie gehts genau? Das kannst du hier erfahren: Snippet Erweiterung – Google Adwords Hilfe

Qualitätsfaktor und Anzeigenrang verbessern

Der AdWords Qualitätsfaktor (QF) ist immer wieder ein heiß dikutiertes Thema, nicht umsonst, schließlich haben die Komponeten des Qualitätsfaktors Einfluss auf den Anzeigenrang und somit auf dein Konto. Denn hochwertige Anzeigen führen häufig zu niedrigeren CPCs, guten Anzeigepositionen und niedrigeren Gebotsschätzungen, um nur einige zu nennen.

Der Qualitätsfaktor wird für jedes Keyword in Deinem Konto auf einer Skala von eins bis zehn ermittelt. Ein hoher Qualitätsfaktor gibt an, dass Anzeige und Zielseite für den Nutzer relevant und nützlich sind.

Wie die Schätzung der Qualität deiner Anzeigen und Zielseiten genau funktioniert, die mit einem bestimmten Keyword ausgelöst wurden, kannst du hier nachlesen: Adwords-Hilfe – Qualitätsfaktor verstehen

Sehr ausfühliche Tipps zum AdWords Qualitätsfaktor und ein Vier-Wochen- Aktionsplan findest du hier.

AdWords API – neue Releasedaten

Die neuen Versionen der AdWords API will Google, laut Ankündigung am Anfang diesen Jahres, zum Test in kürzeren Abständen releasen. Die erste Version soll schon Ende Januar 2016 erscheinen, alle weiteren dann alle 2 Monate.

Bis 2016 gab es jährlich  drei Releases und mit diesem Test will Google das Kosten-Nutzen-Verhältnis neu prüfen und Nutzern so einen schnelleren Zugang zu Neuerungen anbieten. Nicht jeder wird darüber vor Freude in die Hände klatschen, denn es bedeutet auch zusätzliche Programmierarbeit.

Zum Nachlesen ( in englischer Sprache): Google Ads Developer Blog

Können Longtail Keywords ohne Broad Match abgedeckt werden? Neue Google Studie

Broad Match Modifier ist einer von 4 verfügbaren Keyword-Modifiern in Google AdWords und wurde 2010 eingeführt. Mit einem der 4 Keyword-Modifier legt man fest, bei welchen Suchanfragen die Auslieferung einer Anzeige ausgelöst wird. Verwendet man Broad Match Modifier, werden Anzeigen bei bedeutsamen Versionen eines Keywords selbst dann geschaltet, wenn diese Begriffe nicht in der entsprechenden Keyword-Liste enthalten sind.

Den Zusammenhang zwischen Longtail Keywords und Broad Match erläutert Matt Lawson, Director of Performance Ads Marketing for Google, und stellt in seinem interessanten Artikels eine Studie vor, die auf Googledaten basiert. Er betont Broad Match Modifier als gewichtigen Match-Type und seine hohe Relevanz für Longtail-Keywords.

Den ausführlichen Artikel von Matt Lawson kannst du hier im Original lesen: Können Longtail Keywords ohne Broad Match abgedeckt werden?

Qualifizierte Informationen zum Verwenden Broad Match kannst du in der Google-Hilfe finden.

AdWords Anzeigen in Zukunft auch auf Yahoo

Auch Yahoo testet nun in seiner Suchmaschine AdWords-Anzeigen. Bereits 2015 wurden dazu entsprechende Vereinbarungen zwischen Google und Yahoo getroffen.
Laut TheSEMPost werden auch diverse Anzeigenerweiterungen, wie Sitelinks oder Standort-Erweiterungen in der Sidebar auftauchen. Trotz einiger Tests auf der deutschen Yahoo-Domain kann ich diese Informationen noch nicht bestätigen.

Es bleibt also für uns spannend, ob Yahoo in der Zukunft nur allein mit Google zusammenarbeiten wird.

Gefunden und weitere Infos auf: thesempost.com

[Webinar] Keywordrecherche & passende Zielgruppendefiniation mit Hilfe von kostenlosen Tools

Das erste Webinar, was ich dieses Jahr halte, wird über Keywordrecherche und Zielgruppendefinition handeln. Ich denke die richtige Zielgruppendefinition hilft der Recherche dann ungemein und erleichtert dann auch die Arbeit. Zusätzlich zeige ich dir einige Tools, die ich nutze und die kostenlos sind.

Wer am 14.01.2016 Lust hat und bei wem das Thema aktuell auf dem Tisch liegt, der kann sich hier kostenlos anmelden.

Die Dauer wird auch nur ungefähr 60 Minuten sein (inkl. Fragen & Antworten).

Geplant ist das Webinar um 10 Uhr.

Hier ein Video von mir zum Thema Keyword-Recherche.

Neue Rubrik: Adwords Neuigkeiten

Innerhalb dieser Rubrik wird es darum gehen am Anfang jeden Monats die letzten 30,4 Tage (so wird ein durchschnittlicher Monat gezählt) in Hinblick von Veränderungen, Erweiterungen und neuen Funktionen als Übersicht darzustellen.

Am Ende des Jahres kommt dann eine feine Jahresübersicht, wo du dir einen genauen Überblick schaffen kannst.

Das kann dir zum Beispiel helfen, wenn du kontrollieren möchtest, ob alle neuen Funktionen bei dir im Konto genutzt werden.

Wichtig ist mir, dass du eine kleine und knackige Übersicht bekommst und den Happen Wissen mal schnell zum Start in den neuen Monat nehmen kannst.

Was ist neu seit dem November?

Gebote für beliebteste Webseiten innerhalb des Displaynetzwerkes.

Nun ist es dir möglich auf die beliebtesten Webseiten des Displaynetzwerkes Gebote zu setzen. Das eignet sich natürlich primär für die Steigerung des Bekanntheitgrades. Google selbst analysiert dabei einfach die eigenen Daten, wertet sie dann aus und stellt sie dir entsprechend zur Verfügung. Vorteil dabei ist halt, dass du schneller mit mehr Aufmerksamkeit / Impressions rechnen kannst als mit einer manuellen Analyse.

Hinweis: Zum Displaynetzwerk zählt natürlich auch Youtube!

Weitere Informationen zu dem Thema hier.

Simulator für Gebotsanpassungen nun auch für Mobile verfügbar.

Der Simulator für Gebotsanpassungen ist in meinen Augen ein unterschätztes Tool (siehe auch Tipp Nr. 6). Er zeigt sehr schnell Möglichkeiten für Einsparungen an oder aber auch im besten Fall, wie durch eine kleine Erhöhung des CPCs überproportional mehr Klicks/Impressions generiert werden können. Das ist nun auch endlich für Smartphones (bzw. Mobilegeräte).

Weite Informationen zu dem Update hier.

Für alle mit einem MCC: Jetzt können wir einfacherer Listen und Daten von Analytics freigeben.

Wenn du mehrere Kunden betreust und mit Remarketing arbeitest, dann kannst du nun Kontoübergreifend die Listen und Tags freigeben. Generell empfehle ich das Remarketing mit Analytics zu machen, weil die Möglichkeiten einfach viel größer sind. Sonst ist das natürlich eine nette Erweiterung, weil es unter Umständen einiges an Zeit sparen kann.

Die Anleitung dazu findest du direkt auf der Support-Seite.

Nur für Impressionen zahlen, die auch gesehen werden: 100% Sichtbarkeit für Impressions.

Die Neuerung hier ist der „Sichtbarer CPM“. Dabei handelt es sich um eine neue Gebotsoption für das Displaynetzwerk bzw. Video-Anzeigen. Google definiert eine Impression dabei als sichtbar, sobald:

mindestens 50 % der Anzeige mindestens eine Sekunde (Displayanzeigen) bzw. zwei Sekunden lang (Videoanzeigen) auf dem Bildschirm zu sehen sind.

Die Details dazu findest du hier.

Aus der Beta raus: Shopping Ads auf TrueView Youtube-Videos (Buzzword Bingo).

Für einige ist das sicher keine Neuigkeit, weil die Beta schon seit längerer Zeit lief. Aber nun ist es offiziell: In Zukunft werden wir auf Youtube-Videos auch Produktanzeigen sehen können. Diese kommen, wie gewohnt, aus dem Merchant-Center. Die Konvertierung des noch recht günstigen Youtube-Traffics sollte nun also auch für Shops einfacher sein.

Der vollständige Artikel dazu ist im Adwords-Blog zu finden.

Das große Adwords Remarketing Tutorial

Seit der Veröffentlichung von AdWords Remarketing in 2010 ist der Service stetig einflussreicher geworden und wurde um neue Features und Funktionen ergänzt. Von List Building mit Google Analytics bis Dynamic Remarketing – viele Dinge sind möglich. Diese ständig verbesserten Funktionalitäten machen es für Werbetreibende immer notwendiger, ihre Remarketing Kampagnen entsprechend Best Practices zu erstellen und zu optimieren. Hier stelle ich eine Liste an Best Practices und Tipps vor, die dir dabei helfen wird, maximale Erfolge mit deiner AdWords Remarketing Kampagnen zu erzielen.

Bevor du mit Remarketing beginnst…

Beachte diese Tipps, bevor du beginnst, Remarketing Listen und Kampagnen zu erstellen.

Manage deine Erwartungen durch klare Remarketing Ziele

Wie mit allen Zielen im Online Marketing ist es wichtig, dass du dir deiner Ziele bewusst bist, bevor du mit dem Erstellen deiner ersten Kampagne beginnst. Dies wird dir dabei helfen, die eigenen Erwartungen zu managen. Beispielweise wird die Anzahl der Klicks im Remarketing lange nicht so hoch sein wird wie bei regulären Kampagnen.

Remarketing wir dir dabei helfen, deine Marke zu stärken und es wird positive Effekte auf die Conversions haben, selbst wenn es oft nicht die letzte direkte Interaktion des Nutzers vor dem Kauf ist.

Remarketing Strategie

Ob Remarketing für dein Unternehmen funktioniert, wird von den Remarketing Listen abhängen, die du erstellst und wie du sie letztendlich nutzt – also lasse dir genügend Zeit hierfür.

Daher wird ein großer Teil deiner Zeit mit der Planung der Remarketing Strategie und Listen verbracht werden.

Aktualisiere deine Datenschutzrichtlinien

Bevor du den Remarketing Code in deine Website einbaust ist es wichtig, die Datenschutzrichtlinien zu aktualisieren.

Du kannst ebenfalls die Datenschutzrichtlinien von Google einsehen um sicherzustellen, dass deine Informationen zum Datenschutz dem Standard für die Nutzung von AdWords Produkten entsprechen.

Best Practices zur Erstellung von AdWords Remarketing

Einfügen des Remarketing Tags auf deiner Website oder Analytics Remarketing vs Adwords Remarketing

Es gibt zwei Code-Sets, um AdWords Remarketing einzurichten: den Google Analytics Remarketing Code und den AdWords Remarketing Code.

Ich empfehle die Nutzung des Google Analytics Remarketing Tag anstelle der AdWords Version, da dieser den zusätzlichen Vorteil hat, dass du das Besucherverhalten in die Listenkriterien einbauen kannst.

Du kannst mit dem Google Analytics Code beispielsweise eine Liste mit Nutzern in einer bestimmten geographischen Region erstellen, welche mindestens 10 Minuten auf der Seite verbracht haben. Mit dem AdWords Tag kannst du Listen lediglich basierend auf den besuchten Seiten auf deiner Website erstellen.

Analytics Remarketing Liste
Verschiedene Remarketing Listen in Google Analytics

Wenn du planst, Dynamic Remarketing zu nutzen, kannst du auch den AdWords Remarketing Tag nutzen. Solltest du es bevorzugen, Standard-Remarketing mit dem Google Analytics Code durchzuführen, kannst du immer beide Code-Sets auf der Seite nutzen, um sowohl dynamisches, als auch standardmäßiges Remarketing zu ermöglichen.

Laut Information von AdWords kollidieren diese beiden Codes nicht. Die einzige Beschränkung bei der gleichzeitigen Nutzung beider Tags auf deiner Website ist, dass Besucher eventuell in mehreren Listen hinzugefügt werden und damit Werbungen mehrerer Kampagnen gezeigt werden.

Dies sollte beim Frequency Capping beachtet werden, da die Nutzung beider Codes bedeutet, dass Nutzer mit größerer Wahrscheinlichkeit in mehreren Listen erscheinen.

Dauer der Listenzugehörigkeit

Es ist verlockend, eine maximale Zugehörigkeit zu einer Liste von 540 Tagen zu wählen, sodass du die Listen später flexibel nutzen kannst. Hier solltest du allerdings bedenken, dass sich die meisten normalen Internetnutzer nicht bewusst sind, wie sie ihre Cookies löschen, sodass du ihnen wirklich für die gesamte Zeit der Listenzugehörigkeit folgst, solang sie nicht eine Conversion erzielen.

Keiner möchte die nervige Stalker-Marke sein, die es zu weit treibt.

Daher ist es ratsam, die Dauer der Listenzugehörigkeit nur für so lang zu wählen, wie es eigentlich benötigt wird. (Kunden die keinen Adblocker nutzen können dein Remarketing komplett ausschalten, indem sie auf “AdChoices” klicken und ihre Einstellungen ändern.)

Remarkting deaktivieren
Kleiner Knopf – große Wirkung

Wähle die Dauer der Listenzugehörigkeit entsprechend deiner Ziele:

  • Wenn du auf Kunden für einen jährlichen Kauf abzielst (z.B. Zahn-Versicherung), dann wähle maximal 13 Monate.

  • Ein Service, der eine Anmeldung nach 30 Tagen erfordert (z.B. wenn du eine kostenlose 30-Tage Testversion anbietest) sollte eine Listenmitgliedschaft von ca. 60 Tagen haben, sodass du sicherstellst, dass Nutzer für eine angemessene Zeit nach der Testnutzung für die Anmeldung angesprochen werden.

Frequency Capping

Frequency Capping ist möglicherweise die grundlegendste aller Best Practices im Remarketing. Sie macht den Unterschied zwischen dezenter Erinnerung der Kunden an deine Marke und die nervige Verfolgung, bis sie deine Marke nicht mehr sehen können, aus.

Du kannst es im Einstellungs-Reiter deiner Kampagne finden und auf Kampagnen-, Anzeigegruppen– oder Anzeige-Level anpassen.

Das richtige Verhältnis zu finden ist hier die Kunst
Das richtige Verhältnis zu finden ist hier die Kunst

Wenn du entscheidest, welche Ebene du für dein Frequency Capping wählen solltest, ist es ratsam, die Anzahl deiner Remarketing Kampagnen oder der Werbegruppen innerhalb deiner einzelnen Marketingkampagne in Betracht zu ziehen.

Unter der Annahme, dass du mehrere Kampagnen hast, empfehle ich circa vier Impressionen pro Woche, pro Kampagne. Dies bedeutet, dass du mit fünf Kampagnen maximal 28 Impressionen pro Woche für einen Nutzer erzielst, der Mitglied von mindestens einer Liste aller Kampagnen ist. Das ist ziemlich viel, aber wahrscheinlich werden nicht alle Nutzer in einer Liste jeder Kampagne vertreten sein, sodass die durchschnittliche Häufigkeit niedriger ist.

Wenn deine Kampagne eine Weile gelaufen ist und du signifikante Daten gewinnen konntest, solltest du die Daten über Reichweite und Häufigkeit prüfen. Hier kannst du sehen, wie oft Besucher von einer deiner Remarketing Werbeanzeigen bedient wurden und entscheiden, ob dies zu häufig ist und der Wert für Frequency Capping angepasst werden sollte. Im Tab Kampagnen klickst du auf Spalten und wählst dann Reichweiten-Messwerte. Jetzt kannst du dir die Daten anzeigen lassen.

Wertvolle Informationen zur Häufigkeit deiner Kampagne findest du hier
Wertvolle Informationen zur Häufigkeit deiner Kampagne findest du hier

Zusätzliches Targeting für Remarketing

Remarketing ist eine Art des verhaltensbasierten Targeting, was bedeutet, dass der Nutzer durch online besuchte Inhalte beeinflusst, wo deine Werbung gezeigt wird.

Wenn dein Budget geringer ist und du dies optimal nutzen möchtest, um nur die Nutzer mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für Conversions anzusprechen, dann könntest du andere Targeting Methoden nutzen. Neben den Remarketing-Zielgruppen kannst du beispielsweise demographisches Targeting für Alter und Geschlecht probieren.

Praktische Übersicht im Tab Demografische Merkmale
Praktische Übersicht im Tab Demografische Merkmale

Wenn du beispielsweise nur Beauty Produkte für Frauen verkaufst, könntest du das Geschlecht speziell für diese Zielgruppe anpassen. Denke daran, die “Bid Only” Option zu wählen, was bedeutet, dass du Gebote für Frauen erhöhen kannst.

Es ist wichtig, dass du dir bewusst bist, dass Googles Annahmen über demografische Details nicht immer korrekt sind. Daher solltest du auch “Unbekannt” nicht ausschließen, um potentielle Impressions für Frauen nicht zu verpassen. Du kannst dies im Displaynetzwerk Tab einstellen, indem du den roten “+Ausrichtung” Button an der oberen, linken Seite des Bildschirms klickst.

Deutliche Kennzeichnung für weitere Ausrichtungen.
Deutliche Kennzeichnung für weitere Ausrichtungen.

Mit denselben Schritten kannst du deine Remarketing Kampagne ebenfalls für spezielle Altersgruppen anpassen.

Verfeinere dein Targeting, indem du mit Remarketing nur “qualitative” Besucher ansprichst

Wenn du dein Remarketing einschränken möchtest, sodass nur Nutzer angesprochen werden, die eine qualitativ hochwertige Interaktion mit deiner Seite zeigen, kannst du die folgenden Kriterien zu deinen Listen hinzufügen:

  • Schließe Besucher aus, die abgesprungen sind

  • Schließe Besucher aus, die weniger als zehn Sekunden auf deiner Seite verbracht haben

Hierfür musst du diese Listen in Google Analytics erstellen und dann die Listen mit individuellen Kombinationen innerhalb von AdWords erzeugen, die sie ausschließen.

Verhindere, dass deine Werbung auf “schlechten” Webseiten gezeigt wird

Es gibt einige Inhalte, auf denen du deine Werbung eventuell nicht dargestellt haben möchtest. Du kannst Seitenkategorien ausschließen, um zu vermeiden, dass deine Werbungen mit Inhalten gezeigt werden, mit denen du deine Marke nicht in Verbindung bringen willst.

Im Displaynetzwerk Tab, scrolle ans Ende der Seite und klicke den roten “+Optionen” Button für Kampagnen:

Mögliche Ausschlüsse für deine Remarketing Kampagne
Mögliche Ausschlüsse für deine Remarketing Kampagne

Ich würde weiterhin empfehlen, Fehlerseiten, ‘geparkte’ Domains und Foren auszuschließen, da diese meist qualitativ schlechte Inhalte haben, die du nicht in Verbindung mit deiner Marke sehen möchtest.

Du kannst auch mit dem Ausschließen von Werbung unterhalb des Seitenumbruchs (Under-the-Fold) experimentieren, um zu sehen, wie dies die Performance beeinflusst. Sei dir aber bewusst, dass du eventuell höher bieten musst, um deine Werbung konstant Above-The-Fold zu platzieren.

Verfeinere dein Remarketing weiter, indem du den Placement Tab analysierst und Platzierungen entfernst, welche nicht angemessen sind. Schließe aber auch nicht zu viel aus, da es beim Remarketing weniger um die Relevanz der Seite geht und Nutzer mehr basierend auf ihrem Verhalten angesprochen werden.

Remarketing Kampagnen strukturieren

In einer perfekten Welt solltest du für jede Liste eine individuelle Remarketing Kampagne haben. Sollte dies nicht möglich sein, versuche zumindest für jede Strategie eine eigene Kampagne zu erstellen. Du könntest beispielsweise zwei verschiedene Kampagnen für Werbegruppen mit erstellten Listen haben:

  1. Um sekundäre Verkäufe und Upsells zu generieren

  2. Um Nutzer anzusprechen, die deine bestimmte Produktkategorie angeschaut haben, aber keine Conversion getätigt haben

Wenn diese Strukturen nicht möglich sind, solltest du zumindest sicherstellen, dass jede Strategie über eine eigene Anzeigegruppe in einer bestimmten Remarketing Kampagne verfügt. Sobald du genügend Daten hast, um deren Performance zu analysieren, solltest du die Listen mit der besten Performance in eigene Kampagnen aufteilen, sodass diese eigene Budgets zugeteilt bekommen können.

Remarketing Anzeigenerstellung Best Practice

Individuelle Anzeigen für jede Strategie sind ideal, um sicherzustellen, dass die Anzeigen so relevant wie möglich für die angestrebte Zielgruppe ausgespielt werden.

Wenn du beispielsweise Wiederholungskäufe steigern möchtest, sollten deine Anzeigen einen Rabattcode für den nächsten Kauf des Kunden beinhalten. Wenn du auf spezielle Kunden abzielst, die eine bestimmte Produktseite angeschaut, aber keine Conversion generiert haben, sollte das Werbematerial genau dieses Produkt zeigen.

Zusätzlich zur Relevanz der Werbung folgen weitere Best Practices zur Erstellung von Remarketing Werbeanzeigen:

  • Die Werbung sollte im Einklang mit deinem Design stehen und dein Logo beinhalten, sodass sich der Nutzer bewusst wird, dass es sich um eine Werbung für eine bereits besuchte Website handelt.

  • Stelle sicher, dass du eine unbewegte Version der Werbung hast, sollte sie ebenfalls animiert existieren – nicht alle Seiten unterstützen animierte Werbeformate. Auch unterscheidet sich die Performance.

  • Stelle sicher, dass jede Anzeige für alle Größen erstellt werden kann. Nicht alle Seiten unterstützen alle Anzeigenformate, und hiermit stellst du sicher, dass deine Werbung auf allen geeigneten Seiten gezeigt werden kann.

  • Erstelle auch Textanzeigen in jeder Anzeigegruppe, da manche Seiten keine Bilder-Anzeigen unterstützen und du so sicherstellst, dass deine Werbung immer gezeigt werden kann. Du kannst die Text-Werbung später jederzeit löschen, solltest du feststellen, dass ihre Performance schlecht ist.

  • Du solltest einen Call-To-Action Button einbauen und jegliche USPs oder Angebote im Werbematerial ausprobieren.

Remarketing Optimierung Best Practices

Lass’ uns jetzt einige Best Practices anschauen, um die Remarketing Performance zu testen und zu verbessern.

Teste deine Listenkriterien und individuelle Kombinationen

Das Erstellen von Listen ist nicht nur zu Beginn des Remarketing Projektes bedeutend. Du solltest als Teil des Optimierungsprozesses mit Listen experimentieren und verschiedene Kombinationen ausprobieren, um zu sehen, welche am besten funktionieren.

Du könntest beispielsweise testen:

  • Unterschiedliche Dauer der Listenzugehörigkeit (probiere auch verschiedene Anzeigen für verschiedene Dauer – eine Nachricht, die eine Woche nach dem Besuch funktionierte, funktioniert eventuell nicht mehr einen Monat nach dem Besuch)

  • Unterschiedliches Geschlechter-Targeting in den Listen

  • Schließe verschiedene Listen über individuelle Kombinationen aus (z.B. schließe Nutzer aus, die abgesprungen sind, oder alle mit einer Besuchszeit von weniger als zehn Sekunden)

  • Schließe verschiedene Kategorien aus (‘geparkte’ Domains, Foren, Spiele und andere Kategorien)

Überwachung des verlorenen Impression Share aufgrund von Rangfolge

Passe deine Spalten auf Ebene der Anzeigegruppe an, um verlorenen Impression Share aufgrund des Rankings zu sehen. Wenn deine Anzeigegruppen einen signifikanten Anteil Impression Share aufgrund des Rankings verpasst, solltest du deine Erhöhung deiner Gebote in Betracht ziehen:

Wie viel Impressions gehen verloren?
Wie viel Impressions gehen verloren?

Teste deine Landing Pages

Versuche, Nutzer auf verschiedene Landingpages deiner Website zu leiten. Wenn sie beispielsweise eine teurere Version eines Produktes gesehen haben, versuche, sie auf eine Version mit niedrigerem Preis zu leiten.

Wenn sie einen Artikel eines bestimmten Produktangebots angesehen haben, versuche, sie auf die Hauptkategorie anstatt dieselbe Produktseite zu leiten. Du kannst dies sogar mit AdWords Experiments durchführen, um einen komplett fairen Test sicherzustellen.

Teste dein Werbematerial

Du kannst AdWords ACE-Tools nutzen, um einen Test mit komplett gleichen Gruppen für deine Anzeigen durchzuführen. Probiere verschiedene Farben des Call-to-Action Buttons, unterschiedliche Formulierungen sowie Bilder. Wie mit allen Split Tests solltest du sicherstellen, nur eine kleine Änderung zu implementieren, da sich nur so genau nachvollziehen lässt, welche Änderungen einen positiven (oder negativen) Einfluss hatten.

Vergesse nicht die normalen Optimierungstechniken

Oft denken wir so speziell an die Optimierung spezifisch für Anzeigen und Remarketing, dass wir die normalen Best Practices vergessen. Hier sind einige für den Start:

  • Überprüfe Performance nach Standort und nutze Gebotsanpassung nach Standort falls nötig

  • Überprüfe Performance nach Tageszeit und nutze Gebotsanpassung nach Zeit falls nötig

  • Überprüfe deine Performance auf Mobilgeräten und passe deine Gebote für mobil an

Noch Fragen?

Alle Tipps und Tricks zur Kontostruktur in Adwords

Die Organisation des Adwords Accounts ist sicher am zeitaufwendigsten, aber auch am wichtigsten, um den Account in vollem Umfang nutzen zu können.

Wenn die Kontostruktur schlecht ist, kannst du das einfach nicht durch aufwendige Kampagnen oder ansprechende Anzeigen(texte) kompensieren.

Vorteile

Wenn du dir allerdings eine richtig gute Struktur aufbaust, entstehen daraus viele Vorteile:

  • Eine bessere Performance, da die Benutzer immer die für sie richtigen Anzeigen erhalten.
  • Ein einfacheres und schnelleres Account-Management dank einer klaren Namensvergabe, die zum einen Sinn macht und zum anderen auch zum Filtern geeignet ist. Vor allem, wenn mehrere Personen auf dem gleichen Account arbeiten, sollten die Kampagnen und einzelnen Gruppennamen der Anzeigen offensichtlich & eindeutig sein.
  • Eine bessere Kontrolle über dein Budget.
  • Einfachere Erweiterungsmöglichkeiten.
  • Das Reporting zu den Kampagnen macht mehr Sinn.

In der Annahme, das du dich bereits mit den Unterschieden zwischen einem Account, einer Kampagne und den Anzeigengruppen auskennst, fange ich gleich mal mit den besten Methoden für Kampagnen und der Organisation von Anzeigengruppe an.

Kampagnen Organisation

Grundsätzliches gleich zum Start:

Es gibt keine richtige oder falsche Art deine Kampagnen zu organisieren.

Technisch betrachtet, werden Kampagnen vor allem durch die verschiedenen Einstellungen, insbesondere Budget und Zielstellung entworfen und diese könnten auf alle deine Keywords und Anzeigen zutreffen. In diesem Fall würdest du nur einer Kampagne benötigen. Aber das ist nur selten optimal.

Also die erste Frage zur Kampagnenorganisation wäre:

Wann benötigst du eine separate Kampagne? (6 Gründe)

  1. Für deine Brand Keywords sollten immer verschiedene Kampagnen erstellt werden. Du bist damit in der Lage die verschiedenen Ergebnisse zu den Markenprodukten und den no-name Produkten zu überwachen.
    Denke auch daran deinen Markennamen (und häufige Rechtschreibfehler dessen) als großes Negativ bei allen no-name Suchkampagnen hinzuzufügen (Tipp: Verwenden Sie dafür eine negative Keyword-Liste).
  2. Für deine Display-Kampagnen: Auch hier wird dir das Leben erheblich einfacher gemacht, wenn du die Display-Kampagnen separat laufen lässt, auch wenn es möglich ist, die Such- und Display-Netzwerk in der gleichen Kampagne anzusteuern – mach es nicht. Es frisst sehr viel Budget zum Start die falsche Kampagneneinstellung ausgewählt zu haben.
  3. Für unterschiedliche Zielstellungen: Vielleicht willst du auch Kampagnen erstellen, die in erster Linie dazu dienen das allgemeine Interesse zu wecken oder um mehr Traffic zu generieren. Diese müssen dann nicht so rentabel sein, wie deine anderen Kampagnen. Indem die Kampagnen je nach Zielsetzung (oder der Phase im Kaufprozess) aufgeteilt werden, kannst du jede Kampagne genauestens optimieren.
  4. Für verschiedene Informationen oder Budgetierung an verschiedenen Standorten: Wenn du nur unterschiedliche Angebote an verschiedene Standorte benötigst, brauchst du dafür keine separate Kampagne zu starten, sondern nur die Angebotseinstellungen anzupassen. Wenn du allerdings unterschiedliche Anzeigen und separate Budget an den verschiedenen Standorten verwenden möchtest, dann muss für jede Standorte eine separate Kampagne erstellt werden.
  5. Für unterschiedliche Einstellungen der Anzeigenplanung: Da diese auf Kampagnenebene festgelegt werden, benötigst du jedes Mal, wenn du eine andere Zeitplanung für deine Anzeigen verwenden möchtest, eine neue Kampagne. Wenn du dies aufgrund der verschiedenen Zeitzonen brauchst, dann stimmt das im besten Falle mit den entsprechenden Standorten überein.
  6. Für verschiedene Tagesbudgets: Auch wenn du ein gemeinsames Budget für mehrere Kampagnen nutzen kannst, hast du vielleicht für verschiedene Produkte ein anderes Budget.

Diese Gründe erfordern normalerweise die Erstellung separater Kampagnen, auch wenn man in einigen Fällen darauf verzichten kann. Bevor die Kampagnen und entsprechenden Einstellungen auf dem heutigen Stand waren, gab es wesentlich mehr technische Gründe für eine Trennung: Geräte, Sitelinks, Bieterverfahren und Gebote pro Standort. Diese Punkte sind kein Grund mehr für getrennte Kampagnen.

Weitere Gründe für eine saubere Struktur

Es gibt auch Gründe, für die du nicht unbedingt separate Kampagnen benötigst, aber vielleicht trotzdem welche erstellen willst:

  • Produktlinien & Services: Es ist wahrscheinlich am besten, eine separate Kampagne für jedes Produkt oder jede Dienstleistung (Kategorie), die du anbietest, zu erstellen. Auf diese Weise kannst du die Performance jedes einzelnen Produktes ganz einfach im Auge behalten und weißt genau wo bestimmte Keywords im Account zu finden sind.
  • Brands: Wenn du mehrere Marken anbietest, macht es Sinn separate Kampagnen zu entwickeln. Allerdings solltest du sicher stellen, das die Kampagnen der einzelnen Produktkategorien nicht auf die gleichen Anfragen abzielen. Zum Beispiel kann das Keyword „Sony LED TV“ auch als „LED TV“ Keyword in einer anderen als nur der Sony- Kategorie auftauchen. Also musst du alle deine Marken (in diesem Beispiel „Sony“), in anderen Kampagnen als negatives Keyword ausschließen.
Beispiel einer schlechten Kontostruktur?
Beispiel einer schlechten Kontostruktur?
  • Keyword-Optionen: Einige Anbieter trennen ihre gleichen Angebote gerne durch verschiedene Kampagnen. Für (sehr) hoch frequentierte Keywords, kann dies der Mühe wert sein, aber wenn du dies für alle Keywords macht, verdoppelt oder verdreifachst du sogar die Anzahl deiner Kampagnen. Dann wirst du es schwer haben alle Keywords und Anzeigen in den Kampagnen abzugleichen.

Die Alpha-Beta Struktur

Performance oder Volumen: Sobald du deine bewährten Topanzeigen identifiziert hast, willst du sicherstellen, dass sie immer hervorgehoben werden und keinen Aufruf verpassen. Um dies zu erreichen, sind separate Kampagnen für diese Keywords der beste Weg. David Rodnitzky nennt dies die „Alpha Beta Account-Struktur„. Wenn du mehr darüber erfahren willst, empfehle ich dir den Artikel „How to Capture & Control Your PPC Keywords to Achieve a Better Account Structure“.

Kurz gesagt funktioniert es so: Deine Alpha-Kampagne ist auf deine bewährten Keywords ausgelegt, die in genauer Übereinstimmung in ihrer jeweils eigenen Anzeigengruppe erstellt werden. Deine Beta-Kampagnen enthalten modifizierte broad Keywords, die du noch testest. Sobald du eine funktionierendes Keyword gefunden hast (Ich würde mindestens 3 Conversions innerhalb eines kürzeren Zeitraumes empfehlen) wechselst du es in der Option Genau Passend in eine Alpha-Kampagne und schließt es in der Beta-Kampagne aus. Offensichtlich schlecht laufende Keywords werden auch aus der Kampagne ausgeschlossen.

Ich denke die Alpha Beta-Struktur eignet sich besonders für Keywords mit hohem und mittlerem Volumen.

Wenn du tausende von Produkten (oder ein Nischenprodukt) verkaufst und lange Keywords, mit geringem volume, würde es zu lange dauern, genug Daten für diese Keywords zusammenzutragen. Daher kannst du diese Keywords eigentlich für immer in deiner „Beta“ Kampagne lassen.

Alle diese möglichen Ursachen und Strategien, Kampagnen zu organisieren, kann überwältigend sein. Also lass uns nicht, die am häufigsten verwendete Art den Account zu organisieren, vergessen:

Diese Struktur schlägt Google vor als Idee.
Diese Struktur schlägt Google vor als Idee.

Das Spiegeln der Webseiten-Struktur. Wenn deine Webseite über eine Sitemap verfügt, wirf für den Anfang einen Blick darauf, um loszulegen. Du kannst die Struktur später jederzeit ändern.

Organisation der Anzeigengruppen

So viele verschiedene Möglichkeiten es auch auch geben mag, deine Kampagnen zu organisieren, es gibt nur einen richtigen Weg, um die Anzeigengruppen zu strukturieren. Sie müssen immer genauestens thematisiert sein.

Wie bereits in einem anderen Artikel erläutert, kannst du deine Anzeigen als Antworten auf die Nutzeranfragen, die auf die Keywords in derselben Anzeigengruppe abgestimmt sind, betrachten. Ein klassischer Fehler bei Adwords ist es, dass zu viele (unterschiedliche) Keywords in derselben Anzeigengruppe eingestellt werden. In diesen Fällen hat man dann plötzlich die gleiche Antwort auf verschiedene Fragen.

Das ist alles andere als optimal und wird deinen Ergebnisse in vielerlei Hinsicht schaden: niedrigere CTRs und einen geringen Qualitätfaktor, höhere CPCs. Und niedrigere Conversions-Raten, wenn die Zielseite nicht die ist, die am besten zur Anfrage passt.

4 hilfreiche Tipps für bessere Anzeigengruppen

Einige Richtlinien, die es zu beachten gilt, bei der Organisation von Anzeigengruppen:

  • Für leistungsstärkste (gute Performance) Keywords solltest du single keyword ad groups (SKAGs) mit Genau passend für maximale Kontrolle verwenden. Auf diese Weise kannst du dich voll auf die Prüfung der Anzeigen und das Management der CPC konzentrieren, um das Beste aus diesen Abfragen herauszuholen. So werden auch die Alpha-Anfragen behandelt, in der Alpha Beta Kontostruktur.
Eine SKAG Kampagne innerhalb eines Kontos.
Eine SKAG Kampagne innerhalb eines Kontos.
  • Für alle Anzeigengruppen sollten die Keywords stark zusammenhängen, im Wesentlichen sollten sie jeweils die gleiche Frage beantworten. Eine bewährte Möglichkeit dies sicherzustellen, ist die Anwendung der „Zwei-Wort-Regel“ (wie in Brad GeddesAdvanced Google AdWords“ erläutert). Mit dieser Regel benennst du zwei Wortstämme, die das Thema der Anzeigengruppe verdeutlichen. Dann sollte jedes Keyword in dieser Anzeigengruppe diese beiden Worte inkludieren, kann aber zusätzlich noch vor oder nach dem Wortstamm verändert werden.
  • Verwende die „Peel & Stick“ Strategie regelmäßig in deinen Anzeigengruppen (wie in Perry MarshallsUltimate Guide to Google AdWords“ diskutiert). Dies bedeutet, Keywords mit geringer Performance (zB niedrigere CTRs und Qualitätsfaktoren) aus einer Anzeigengruppe zu entfernen und sie in eine neue Anzeigengruppen mit besser passenden Anzeigen (und wenn möglich entsprechenden Zielseiten) einzusetzen.

Als allgemeine Faustregel gilt, halte die Anzahl der aktiven Keywords in einer Anzeigengruppe unter 20. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber weniger ist immer besser. Beachte das Such-Volumen der Keywords um dich bei der besten Auswahl an Suchbegriffen leiten zu lassen.

Adwords Qualitätsfaktor verbessern

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine gutes Adwords Konto ist wohl der Qualitätsfaktor.

Doch was genau ist der Qualitätsfaktor und wie kann man ihn erhöhen?

Das kannst du in diesem Artikel erfahren. Zu erst wirst du lernen welche Formel in welchem Bereich innerhalb des Kontos genutzt wird und danach geht

Adwords Qualitätsfaktor: Die Formel

Keyword Qualitätsfaktor

Diesen Qualitätsfaktor nutzt Google um dir direktes Feedback zu geben. Die Skala reicht von 1 bis 10, wobei die 1 für eine schlechte Qualität steht und 10 für eine herausragende Qualität steht. Dein Qualitätsfaktor wird anhand der Performance der Suchanfragen passend zum hinterlegten Keyword berechnet.

Keyword Qualitätsfaktor
Verschiedene Qualitätsfaktoren innerhalb der Keywords

Wichtig: Sofern dein Keyword wenige Impressions hat (damit sind mehrere Tausend gemeint), wird der Qualitätsfaktor nicht normal berechnet. Er wird anhand der Historie von Google berechnet und nicht anhand von Daten aus deinem Account. Erst wenn signifikant genügend Impressions generiert wurden, berechnet Adwords den Qualitätsfaktor anhand der Daten aus dem eigenen Account und der historische Qualitätsfaktor wird weniger relevant.

Warum ist das wichtig?

Wenn du Keywords mit wenigen Impressions im Konto hast (zum Start ist dies der Fall und bei Longtail-Keywords) kannst du wenig machen um den Qualitätsfaktor zu verbessern. Die Keywords berechnen sich noch nicht anhand von Daten aus dem Account. Spar dir also deine Bemühungen und warte ab.

Wie kann ich die Impressions erhöhen?

Impressions Share auswerten: Impressions Share zeigt dir an, wie oft deine Anzeige den Usern ausgespielt wurde. Das bedeutet, dass Adwords nicht zwingend bei jeder Suchanfrage auch deine Anzeige zeigt. Wenn also bei 10 Suchanfragen für dein Keyword am Tag deine Anzeige nur bei 3 Suchanfragen ausgespielt wurde, sind es 30% Share Impressions. Von möglichen 10 Impressions wurden also nur 3 err

Qualitätsfaktor verbessern
So lässt sich der Impressions Share anzeigen.

eicht. Um diesen Wert zu erhöhen gibt es die Möglichkeit, dass du dein tägliches Budget erhöhst oder den CPC anhebst.

 

Eine weitere Möglichkeit kann natürlich sein, dass deine Keywords sehr speziell sind. Dann werden sehr wenig Menschen danach suchen. Hier musst du den richtigen Mittelweg finden: Kann das Keyword etwas allgemeiner sein ohne an Bedeutung zu verlieren?

Die nächste Möglichkeit wäre, dass du die Keywordoption anpasst. Keywords mit der Option Genau passend haben immer weniger Impressions als zum Beispiel Passende Wortgruppe.

Qualitätsfaktor und CTR

Für Keywords, welche bereits mehrere Tausend Impressions erhalten haben kannst du auf den CTR schauen und ihn als Performance Indikator nutzen. Wenn dein CTR des Keywords gering ist und auch der dazugehörigen Anzeige (unter 1,5%), dann kannst du davon ausgehen, dass der Suchende die Anzeige zum Suchbegriff nicht wirklich relevant empfindet oder diese nicht auf der ersten Seite zu sehen ist (bitte prüfen).

Für Google ist der Qualitätsfaktor entscheidend: Er gibt an, ob die Suchanfrage zur Anzeige passt und die Ziel-URL die nötigen Informationen übermittelt. Nur wenn ein User zufrieden mit den Ergebnissen von Google ist, bleibt es auch ein User von Google. Der Qualitätsfaktor hilft ihnen dabei sicher zu stellen, dass dieses System auch weiter funktioniert.

Für den Werbetreibenden ist der QF ein super Indikator in vielerlei Hinsicht. Kombiniert mit dem CTR gibt er genügend Informationen um seine Performance zu verbessern und die Kosten langfristig zu senken. Weiterhin ist es dir möglich mit Hilfe des CPC zum einen genaue Anzeigepositionen zu erreichen und zum anderen gleichzeitig für diese Positionen nicht mehr, sondern weniger Budget zu beanspruchen. Wer alles aus seinem Budget rausholen will, der muss also immer ein Auge auf einen guten Qualitätsfaktor haben.

Die Forum für den Anzeigerang ist relativ simpel:

Suchnetzwerk-Anzeigerang = CPC x QF

Wer also ein kleines Budget hat, der sollte in erster Linie also den QF erhöhen um mit weniger CPC Einsatz das gleiche Ergebnis zu erzielen. So kann es sogar sein, dass du für eine Top 3 Platzierung weniger zahlen musst als die Konkurrenz.

Es gibt für das Displaynetzwerk auch einen QF:

Displaynetzwerk-Anzeigerank = Display-CPC x QF

Für Anzeigen, die für bestimmte Placements bestimmt sind innerhalb des Displaynetzwerkes, wird das Gebot entweder direkt auf Anzeigengruppen-Ebene oder auf Placement-Ebene berechnet. Für Placement bezogene Anzeigen wird der QF also wie folgt berechnet:

Anzeigerang = Gebot x QF

Wie du siehst ist es immer das gleiche Prinzip für Google. Der QF nimmt einen entschiedenen Teil des Kosten und Leistung einer Kampagne / Keyword / Placement usw. ein. Ist der QF zu gering, so wird die Anzeige ggf. nicht ausgespielt. Auch heißt es dass für Positionen, die einen hohen ROI haben mehr Budget investiert werden muss als überhaupt nötig.

Den Qualitätsfaktor verbessern: 5 Mythen

Nachdem dir nun ganz klar ist welchen Stellenwert der QF hat geht es darum, dass mit einigen Mythen aufgeräumt werden muss. Oft führen falsche Annahmen nämlich zu falschen Schlussfolgerungen. Das muss nicht sein. Daher räumen wir jetzt mit den fünf populärsten Mythen auf.

Die Keywordoption hat Einfluss auf den QF

Google misst und bewertet den Qualitätsfaktor ohne auf die jeweilige Keywordoption zu achten. Das heißt also, dass es keinen Unterschied macht ob du weitgehend passend, genau passend oder passende Wortgruppe hast. Der QF wird in dem Fall immer identisch sein (ausgehend davon, dass alle in einer Anzeigengruppe sind). Adwords führt die Berechnungen immer an der exakten Suchanfrage durch. Hast du also Blaue Socken als Keyword mit der Option weitesgehend passend  im  Konto,  wird der QF berechnet, als wäre es bei der Suchanfrage Blaue Socken genau passend. Demzufolge ist es also auch kein Problem, wenn die Keywordoption geändert wird. Was aber nicht heißt, dass die Relevanz zur Anzeige damit nicht mehr gegeben sein muss!

Pausieren von Anzeigen oder Keywords beeinflusst den QF

Gern geglaubt, aber nicht wahr: Der Qualitätsfaktor wird nicht durch pausieren von Keywords oder Anzeigen beeinflusst. Sie können an keiner Auktion teilnehmen und daher auch nicht neu berechnet werden. 

Der QF vom Displaynetzwerk hat Einfluss auf den QF des Suchnetzwerks und andersherum

Nein, wie schon erläutert unterscheidet Google ganz eindeutig zwischen Displaynetzwerk und Suchnetzwerk. Die Bewertungspunkte sind bei beiden auch unterschiedlich und können sich deswegen nicht beeinflussen. Weiterhin unterscheidet sich das Displaynetzwerk und das Suchnetzwerk auch vom Grundsatz komplett und daher ist ein Vergleich nicht möglich.

Eine höhere Anzeigeposition hat einen positiven Effekt auf den QF

Generell würde man nach der Theorie hier zustimmen müssen. Allerdings ist die Wahrheit, dass Adwords diesen Effekt bereits mit in die Berechnung des QF einrechnet. Es ist ja kein Geheimnis, dass die oberen Positionen die höchste Klickrate haben. Das ist aber ein Effekt, der kein Indiz auf die Qualität der Anzeige lässt. Daher wird das automatisch mit in die Kalkulation eingerechnet. 

Die Umstrukturierung des Kontos setzt die QF-Historie auf Null

Leider nicht. Google selbst sagt, dass die Pausierung, Löschung oder Umstrukturierung von Keywords oder Anzeigen deren historische Performance nicht verschwinden lässt. Das heißt also, dass die Account Performance davon weiterhin betroffen ist. Deswegen macht es manchmal auch Sinn ein altes Konto komplett neu zu erstellen. Dennoch gibt Adwords in der Hilfe den Hinweis, dass schlechte Keywords / Anzeigen pausiert bzw. gelöscht werden sollen. Warum? Weil diese dann einfach in der Zukunft keinen Einfluss mehr auf die Performance haben können bzw auf den Account QF. Über lange Zeit verdrängt dann die (hoffentlich) gute Performance die alte, schlechte Performance. 

Qualitäsfaktor zu niedrig: Was tun?

Nachdem wir die Grundlagen geklärt haben geht es ans Eingemachte: den Qualitätsfaktor steigern.

adwords qualitätsfaktor
Für jedes Keyword lässt sich diese Information einblenden

Willst du also den Qualitätsfaktor verbessern, solltest du dir folgende 6 Punkte genauer anschauen:

1. Sind die Ziel-URLs korrekt?

  • Hast du Änderungen auf deiner Landingpage vorgenommen?
  • Sind einige Landingpages noch erreichbar?
  • Führen die Anzeigen auch zu den korrekten Landingpages?

Schau dir einfach mal folgende 4 Punkte an und kontrolliere sie:

  • Slash (/) oder Backslash (\)
  • Komma
  • Apostroph
  • Klammern

2. Die Geschwindigkeit deiner Seite ist ein großer Faktor.

Google bietet selbst dafür ein praktisches Tool an. Eine langsame Ladezeit ist der regionale Durchschnitt plus drei Sekunden – laut Google.  Sollte die Ladezeit deiner Landingpage also darüber liegen, so kannst du davon ausgehen, dass dies den Qualitätsfaktor negativ beeinflusst. 

3. CTR kontrollieren

Anzeigen mit einer schlechten CTR solltest du genau im Auge behalten und verbessern. Ein CTR unter 1,5% ist laut Adwords niedrig.

4. Nutze gute Keywords um die Anzeigengruppen zu pushen

Es gibt Golnuggets im Konto. Das sind immer die Keywords, die in der Regel eine hohe Klickrate haben und auch eine hohe Conversion-Rate. Diese sollten in jeder Anzeigengruppe vorhanden sein – sonst musst du weiter danach recherchieren. 

5. CTR verbessern heißt auch QF verbessern

Mittels DKI (Dynamic Keyword Insertion) kannst du nachweislich deinen CTR erhöhen. Damit steigerst du langfristig natürlich auch den QF.

6. Checke dein Account und strukturiere Teile des Kontos neu

  • Keywords mit einem CTR von weniger als 1,5% kannst um im ersten Schritt pausieren
  • Überlege dir, ob du für die pausierten Keywords eine eigene Anzeigengruppe erstellen kannst
  • Nutze nur Landingpages, die auch wirklich zur Botschaft der Anzeige bzw. zum Keyword passen

Adwords CTR steigern

Sind die Textanzeigen in deiner AdWords-Kampagne an einem Punkt angekommen, an dem sie eine erhöhte Click-Through Rate (CTR) vertragen können, ohne dass du sofort Änderungen an deinen CPC-Geboten machen musst?

Du weißt, dass wenn du die Click-Through Rate deiner Anzeigen steigerst, führt das nicht nur zu vermehrtem Traffic, sondern resultiert am Ende auch in einem verbesserten Qualitätsfaktor und einem höheren Anzeigerang zu geringeren CPC.

Vielleicht willst du auch nicht deine CPC-Gebote anpassen – also welche Optionen hast du dann, um die CTR deiner Anzeigen zu steigern, ohne Änderungen an den Keywords oder den CPC vorzunehmen?

Hier sind 10 Anpassungen die du an deinen Kampagnen vornehmen kannst und die deine CTR garantiert optimieren:

Nutze ein eingetragenes Markenzeichen oder ein Trademark Symbol (™)(®)

Ein Markenzeichen ist erstaunlich einfach zu erwerben – es kann ein Wort, Satz, Symbol oder Design sein, das deine Marke oder dein Produkt eindeutig kennzeichnet. Ein eingetragenes Markenzeichen erlaubt es deinem Unternehmen das Symbol (®) mit der Erwähnung des registrierten Wortes, Satzes oder Designs zu nutzen – wusstest du, dass du das ™ Symbol auch verwenden darfst, auch wenn es nicht offiziell eingetragen ist oder die Beantragung in Bearbeitung ist? Der Einfluss eines ™ oder (®) im Titelbereich deiner Anzeigen (vor allem bei stark konkurrierenden Suchergebnissen) erzeugt extrem viel Vertrauen, was letztlich mehr Klicks auf deine Anzeigen heißt.

Viel interessanter ist jedoch, dass Google AdWords den Werbenden die Nutzung von ™ oder (®) Symbolen Dritter erlaubt, wenn es der Besitzer des Markenzeichens genehmigt – diese Nutzung ist für gewöhnlich standardmäßig, da viele Besitzer von Markenzeichen die Nutzung der ™ oder (®) Symbole in Print-Werbung sowieso verlangen.

CTR verbessern mit Trademark
Beispiel für die Verwendung von einem Trademark Symbol

Schau dir die gute Verwendung des Trademark Symbols in der obigen Anzeige an.

Sitelink Erweiterungen (erster Teil)

Sitelinks erscheinen nur in den oberen Positionen (normalerweise wenn es deine Anzeige unter die oberen 3 Treffer im organischen Suchbereich schafft). Sie umfassen die zur Anzeige gehörende Landingpage und eine Reihe an 3,4 oder 6 Links. Das Zeichenlimit für jeden Textlink beträgt 35 Zeichen und 1024 Zeichen für deine Ziel-URL.

Ein Sitelink verweist auf Fahrräde oder Artikel im Sale
Ein Sitelink verweist auf Fahrräde oder Artikel im Sale

Nutze Sitelinks um mehr Klicks für deine Kampagne zu generieren. Verlinke zudem jeden Textlink zur relevanten Zielseite.

Der letzte Tipp für deine Sitelinks bezieht sich auf deren Beschreibungen – sorge dafür, dass sie den Up-Sell oder Cross-Sell des Angebots deiner eigentlichen Anzeige ergänzen. Handelt die Anzeige um Socken kannst du also als Sitelinks passende Schuhe verlinken oder die einzelnen Sockenfarben/ -größen / -marken verlinken.

Wenn eine Anzeige zum Beispiel „Stative für Kameras“ verkauft und die Sitelinks zu „Kamera“ Landingpage leiten (die einen höheren Warenwert haben und als Cross-Selling des Hauptangebots dienen), dann führen die geringen CPC der Stative Keywords dennoch auf eine Ziel-URL, die sonst mit hohen CPCs bedient wird (User sucht nach Stativen, wo es geringe CPC gibt und klickt auf ein Kamera Sitelink. Wobei die CPC für Kameras höher sind hast du ein Klick günstiger bekommen).

Du kannst sogar die Telefonnummer deines Unternehmens oder ein Sonderangebot als Sitelink verwenden. Die Herausforderung dabei ist es, mit den 35 Zeichen in den Sitelink so kreativ wie möglich umzugehen.

Verwende Callouts um dein CTR zu optimieren

Relativ neu sind die sogenannten Callouts. Diese ermöglichen dir wieder eine weitere Zeile innerhalb deiner Text-Anzeige. Das heißt also, dass die Konkurrenz um eine Zeile weiter nach unten rücken und die Aufmerksamkeit für deine Anzeigen steigen.

Mit Callouts hast du nun die Möglichkeit weitere Informationen innerhalb der SERPs zu veröffentlichen. Das kann zum Beispiel die Versandzeit sein oder ein Service-Zertifikat. Diese beiden Beispiele wäre anwendbar auf jede Anzeige im Konto, aber du hast auch die Möglichkeit spezifisch auf Anzeigengruppen oder auf Kampagnen

Verwende Google Shopping, wenn möglich

Eigentlich keine Erwähnung wert, aber dennoch machen viele Händler noch den „Fehler“ und vergessen Google Shopping. Das erlebe ich REGELMÄßIG!
Was sind Product Listing Ads? PLA zeigen eine Produktauflistung deines Angebots als Händler. Doch statt Keywords oder Werbetexte von deiner Kampagne zu verwenden, nutzen sie nur den Inhalt deiner Produkt-Feeds um automatisch möglicherweise passende Suchanfragen zuzuordnen. Dies funktioniert ähnlich wie die Werbungen bei der dynamischen Suchanzeigen, wird jedoch nur auf Produkte in deinem Google Merchant Center Account angewandt. Google wirbt damit, dass Suchende doppelt so häufig auf eine Shopping Anzeige klicken, als auf standardmäßige Anzeige – also worauf wartest du?

PLAs findest du direkt auf der Google Suche
PLAs findest du direkt auf der Google Suche

Google+ Anzeigeerweiterung

Ob du Google+ liebst oder hasst, es wird (vorerst) nicht aussterben. Diese Erweiterung zu haben macht einen großen Unterschied für deine Anzeigen, da sie zur Glaubwürdigkeit beiträgt und die Marke gut darstellt. Ich vermute du hast schon eine Unternehmensseite bei Google + (Wenn nicht, folge diesen Schritten). Nun müssen nur noch folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die URL Ihrer Google+ Seite wurde bestätigt.

  • Die Domain Ihrer Google+ Seite stimmt mit der Domain der Zielseite Ihrer Anzeige überein. Das heißt, Links zu unterschiedlichen Seiten sind erlaubt, wenn diese Teil derselben Website sind.

  • Ihre Google+ Seite enthält aktuelle Beiträge von hoher Qualität und hat eine signifikante Anzahl an Followern. Dies sind bei den meisten Unternehmen etwa 100 Follower.

Bewertungen – Rich Snippets Bewertungen & Google Places Reviews

So sieht die Erweiterung für Bewertungen bei misterspex aus
So sieht die Erweiterung für Bewertungen bei misterspex aus

Bewertungen sind ein sicherer Weg um Glaubwürdigkeit zu erlangen und mehr Klicks in Googles konkurrenzreichen SERPs anzuziehen.

Die Anzeige von Bewertungen unter deinem Produkt und deinen Anzeigen kann auf drei Arten geschehen: Die erste und beliebteste Option ist durch Rich Snippets Bewertungen, die zweite ist durch die Erweiterung zur Anzeige der Verkäuferbewertung in der Produktsuche und die dritte und neueste Option ist durch die Bewertungen deiner Google Places Profilseite (Die derzeit nur von einem AdWords Express Account zu erreichen ist, aber sehr wahrscheinlich in AdWords integriert wird).

Schema.org bietet die umfassendste Hilfe zu den Bewertungstags der Rich Snippets Bewertung. Andere Markup Formate die durch Rich Snippets unterstützt werden sind Microdata, Microformat und RDFa. Zuletzt ist anzumerken, dass deine Rich Snippets Bewertungen entweder als Einzelbewertungen oder als zusammengefasste Bewertung angezeigt werden – hierbei funktionieren zusammengefasste Bewertungen am besten mit AdWords Anzeigen.

Google Places Bewertungen werden derzeit nur in AdWords Express Kampagnen angezeigt – aber das wird vermutlich ziemlich bald in die AdWords Accounts eingegliedert.

Dynamic Keyword Intension (DKI)

DKI verbessert nachweislich dein CTR. DKI erlaubt es dir, dass Adwords den Text in deiner Anzeige auf die Suchanfrage des Users anpasst. Wenn du zum Beispiel eine Anzeigengruppe für Werkzeuge hast, dann können dort Keywords wie:

Hammer
Schraubenzieher
Säge
usw.

ausgewählt sein. Nun sorgt die Dynamic Keyword Insertion dafür, dass der Begriff Hammer bei den Suchanfragen mit „Hammer“ in der Anzeige erscheint und bei der Suchanfrage Säge erscheint in der Anzeige „Säge“. Eingebunden im Anzeigentext wäre das dann zum Beispiel:

Dein Shop für [DKI] …

Je nach Suchanfrage wird dann der passende Begriff gezeigt. Dadurch, dass der Suchbegriff immer auf den SERPs markiert wird, erzeugt deine Anzeige noch mehr Aufmerksamkeit und der CTR wird dadurch gesteigert.

Keywords in der Display URL

Steigere deine CT Rate mit Keywords in der Display URLs. Mit einem Limit von 35 Zeichen sollte genügen Platz sein. Probiere identische Überschriften und Texte, aber verschiedene Display URLS für die optimale CTR. Entferne das Präfix www, um mehr Platz für die angezeigte URL zu erhalten und wähle:

deinedomain.com/Keyword

oder

Keyword.deinedomain.com

In diesem Format kannst du sogar die Dynamic Keyword Insertion {KeyWord:Dein Text} anwenden:

deinedomain.com/{KeyWord:dein-Text}

Nutze Brand Keywords und Sitelink Erweiterungen (zweiter Teil)

Viele vergessen Anzeigen auf Brand Keywords zu schalten. Zum Beispiel Adidas Socken. Oft wird dann eine Anzeige für „Socken schwarz“, „Socken kaufen“ usw. geschalten. Aber „Adidas Socken schwarz“ wird vergessen. Dabei können solche Brand Keywords oft billiger sein. In Kombination mit cleveren Sitelinks kann man die User auf hochpreisige Artikel bringen.

CTR Optimierung dank Brandkewords und clevere Sitelinks
CTR Optimierung dank Brandkewords und clevere Sitelinks

Brand Keywords neigen im Vergleich zu kommerziellen Mainstream-Keywords zu niedrigeren CPCs. Mit der Sitelinks Erweiterung hast du eine Auswahl von 6 weiteren Zielseiten, die du mit den Markennamen verbinden kannst. Du solltest die verbundenen Zielseiten nicht nur sorgfältig auswählen, sondern auch einen genau beschreibenden Sitelink-Text verwenden.

Verbessere deine Anzeige 😉 – Schwerpunkt auf die Vorzüge (Spreche Leidenschaften, Probleme & Ängste der Suchenden an – Emotionen)

Zu guter Letzt solltest du immer über deine Anzeige nachdenken.

  • Sei so kreativ wie möglich – Lasse durch geniale Anzeigen die Leidenschaft des Suchenden wieder aufflammen.
  • Arbeite an der Lösung von potentiellen Problemen des Suchenden.
  • Hilf dem User seine Bedenken durch anspruchsvolle Anzeigen zu vergessen.

Um das obenstehende zu verwirklichen musst du dich in den Gedankengang des potentiellen Kunden oder Suchenden und in seine Situation hineinversetzen, um seine Suchabsichten besser zu verstehen

Der Inhalt deiner Anzeigen macht einen großen Unterschied – verfasse nie deine Anzeigen, ohne zuvor auf die Werbungen der Konkurrenz zu schauen – versuche die Botschaft der konkurrierenden Anzeigen zu verbessern. In der Regel machen das die wenigstens Konkurrenten richtig gut. Das solltest du nutzen.

Schau dir dieses Beispiel an

Ein gutes Beispiel für langweilige Anzeigentexte.
Ein gutes Beispiel für langweilige Anzeigentexte.

Die Anzeigen sind extrem langweilig und immer gleich. Das ist eine Chance, die du nutzen kannst.

Wie optimierst du deinen CTR? Hast du Fragen?